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Werk Verle
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Das Werk Verlecite-ref-1[1] war eines von insgesamt sieben Festungswerken (Forts) der Sperre Lavarone-Folgaria und damit Teil des an der Reichsgrenze zu Italien errichteten Ăśsterreichisch-ungarischen Befestigungsriegels. Es liegt oberhalb des Val Sugana und sĂźdlich der Ortschaft Levico Terme bzw. des Lago di Caldonazzo sĂźdĂśstlich von Trient auf der Hochfläche von Lavarone-Folgaria. Die offizielle Bezeichnung der k.u.k.-Militärverwaltung lautete âWerk Verleâ, auf italienischen Karten finden sich auch die Bezeichnungen âEx Forte di Busa Verleâ sowie âForte la Pozzonaâ.
Baubeginn war der 22. Oktober 1908, die Fertigstellung erfolgte am 30. März 1913. Fßr die Planung war der Hauptmann des Geniestabes von Lehmayer verantwortlich. Als Kriegsbesatzung waren drei Offiziere und 233 Mannschaftencite-ref-2[2] vorgesehen.
Contents
⢠Lage
⢠Das Bauwerk
⢠Bewaffnung
⢠Bauweise
⢠Batterieblock
⢠Kasemattblock
⢠Nahkampfanlage
⢠Kehlkoffer
⢠Besatzung
⢠Kampfhandlungen
⢠Trefferbilanz
⢠Letzter Einsatz
⢠Personalverluste
⢠Heutiger Zustand
⢠Weblinks
⢠Anmerkungen
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Lage
Das Werk liegt in einer HĂśhe von 1508 Metern Ăźber dem Meeresspiegel zwischen der Cima Vezzena (2015 m) und dem Vezzena-Pass (1417 m) in sehr exponierter Stellung, da es hier von dem italienischen Forte Monte Verena, das sieben Kilometer in sĂźdĂśstlicher Richtung und 500 Meter hĂśher liegt, voll eingesehen und beschossen werden konnte. Dagegen konnten die Turmhaubitzen M9 des Werks Verle trotz ihrer maximalen Reichweite von 7,3 Kilometern das Fort Monte Verena wegen des HĂśhenunterschieds nicht erreichen.cite-ref-3[3]
Als Beobachtungsstation fßr Verle in das nicht einsehbare Suganertal (Val Sugana, auch Val Brenta genannt)cite-ref-4[4] sowie ßber die Hochfläche diente der benachbarte Posten Vezzena.
Das Bauwerk
Werk Verle war als Einheitsfort errichtet, das die Artillerie und die infanteristische Nahverteidigung in einem Werk zusammenfasste. Der Grundriss des Werks bildete ein unregelmäĂiges Viereck mit zwei etwa 130 m und 60 m langen Facen (Fronten), einer 130 m langen Kehle und einer 50 m langen rechten Flanke, die eine Innenfläche (ohne Graben) von rund 160 m Breite und 70 m Tiefe umgaben. Ein Graben war nur vor den beiden Fronten vorhanden, der GroĂteil der Kehle und rechten Flanke wurden durch die Mauern des Kasemattblocks und der Traditorenanlage gebildet. Zwischen der Nahkampfanlage und dem Graben der linken Face befand sich eine LĂźcke, die nicht durch Mauern geschlossen worden war. Diese LĂźcke wurde lediglich durch die Maschinengewehre der Nahkampfanlage gedeckt, die Sturmfreiheit durch das später errichtete Stacheldrahtverhau hergestellt. Das Fort war mit getrenntem Batterie- und Kasemattblock angelegt, die Ăźber die Traditorenanlage und eine kurze Poterne verbunden waren. Der Batterieblock mit den vier 10-cm-Haubitzen in Panzerkuppeln als Hauptbewaffnung bildete die rechten Face, lag somit vor dem Kasemattblock und zugleich erheblich tiefer. Die RĂźckseite des Kasemattblocks bildete zugleich die Kehle, in ihm befanden sich die UnterkĂźnfte und technischen Einrichtungen wie das Notstromaggregat (das Werk war an die reguläre Stromversorgung angeschlossen) und die Telefonzentrale, ferner eine Zisterne, eine Gruft fĂźr mehrere Särge und anderes. Am rechten Kehlpunkt ging der Kasemattblock direkt in den Kehlkoffer mit 3 Ă 2 Maschinengewehren und die Traditorenanlage mit zwei 8-cm-Minimalschartenkanonen Ăźber. Dazu kamen die in der Contrescarpe eingebaute Grabenstreiche mit vier 6-cm-Kasemattkanonen und zwei Maschinengewehren vom Typ Schwarzlose M07/12 und eine Nahkampfanlage mit 2 Ă 2 Maschinengewehren am linken Kehlpunkt. Als sich abzuzeichnen begann, dass Italien seine Neutralität zugunsten der Alliierten aufgeben und in den Krieg eintreten wĂźrde, wurde die Anlage mit einem 30 bis 50 Meter breiten Stacheldrahthindernis umgeben. Dieses bestand aus in den Boden gerammten Winkeleisen mit Aussparungen zum Einhängen des Drahts und auch Rundeisen, die in regelmäĂigen Abständen ringelfĂśrmig verdreht waren. Da es die heutigen Drahtrollensysteme noch nicht gab, wurden die Drähte straff kreuz und quer gespannt.cite-ref-5[5] Im Zufahrtsbereich kamen auch Spanische Reiter zum Einsatz.
Bewaffnung
⢠4 à 10-cm-Turmhaubitze T.H. M.9 unter drehbaren Panzerkuppeln
⢠2 à 8-cm-Minimalschartenkanonen M.5/9 als Flankierungsbatterie in Richtung des Nachbarwerks Lusern
⢠4 à 6-cm-Kasemattkanonen M.10 als Nahverteidigung in der Frontgrabenstreiche
⢠15 à Maschinengewehre Schwarzlose M 07/12 in:
⢠4 à Panzerkasematten mit je zwei Maschinengewehren
⢠3 à Panzerkuppeln mit je zwei Maschinengewehren
⢠1 à drehbarer Beobachtungsstand mit einem Maschinengewehr
Bauweise
Das Festungswerk war vollständig aus Beton erbaut, der jedoch nur teilweise armiert war. Die Werksdecke bestand aus einer 2,15 m starken Lage aus Stampfbeton, deren oberste Schicht mit 2 cm starken Rundeisen im Abstand von 50 cm bewehrt war. Die Betondecken lagen auf sogenannten I-Trägern (auch Doppel-T-Träger genannt) auf, die ein Abplatzen grĂśĂerer Deckenteile verhinderten und Energie der Geschosse auf die Seitenwände Ăźbertrugen. Zwischen den Trägern wurden Stahlbleche eingelegt, um ein Herunterfallen von abgeplatzten BetonstĂźcken zu vermeiden. Hierbei war die Anzahl und GrĂśĂe der Träger je nach Raum unterschiedlich. Das Werk wurde zwar weitgehend versenkt, war aber nicht unterirdisch angelegt: Der Batterieblock wurde in eine ausgehobene Baugrube hineingebaut, wobei die RĂźckseite in die dahinter liegende Felswand Ăźberging. Der Kasemattblock war nur feindseitig an den Felsen angefĂźgt, Decke und Kehlfront bestanden freistehend aus Beton. Die Fenster der Kehlseite konnten mit Stahlläden verschlossen werden. Auch die ursprĂźngliche Poterne zwischen Kasemattblock und Batterieblock war nur versenkt und nicht unterirdisch durch den gewachsenen Fels getrieben, sie setzte im Obergeschoss der Traditorenanlage an. Die GeschĂźtze und Maschinengewehre waren in Panzerkuppeln auf den Decken oder in flankierenden Mauerscharten hinter Panzerplatten (sog. Kasemattpanzer) eingebaut. Die Werksdecke war mit verzinktem Blech abgedeckt so gegen WitterungseinflĂźsse geschĂźtzt.
Die Werke Verle und Lusern sind noch deutlich kompakter gebaut als die etwas später errichteten Werke Gschwent und Serrada, die grĂśĂere Abstände zwischen den einzelnen BlĂścken aufweisen und so die Trefferlage verringerten.
Batterieblock
Der Batterieblock weist mit seiner Front in etwa nach SĂźdosten, wobei er zwischen der zweiten und dritten GeschĂźtzpanzerkuppel einen ausspringenden Winkel aufweist. Der Abstand zwischen dem dritten und vierten GeschĂźtz ist grĂśĂer gehalten als zwischen den anderen, da sich in diesem Bereich eine gepanzerte Maschinengewehrkuppel befindet. Im Batterieblock befindet sich ein Längsgang, von dem aus Aufgänge zu den hĂśher liegenden GeschĂźtztĂźrmen und zur Maschinengewehr-Panzerkuppel fĂźhren. Des Weiteren finden sich hier Zugänge zu drei Munitionsräumen und der Eingang zur Poterne, die zur Grabenstreiche fĂźhrt. In den Gang integriert sind ferner zwei Bereitschaftsräume fĂźr die Besatzung. Am linken Endes des Ganges befand sich ein Notausgang und die Lichtsignalstation zum Posten Vezzena. Am rechten Ende des Ganges, vor dem Ăbergang zur Poterne in den Kasemattblock, lag eine Scheinwerferstation (fĂźr einen Scheinwerfer 25 cm), ein Notausgang und eine Toilette. Bauartbedingt waren die Haubitzen fĂźr ein Feuern im negativen HĂśhenrichtbereich bis zur Elevation von â15° (Einsatz als DepressionsgeschĂźtz) einsetzbar.
Kasemattblock
Der Kasemattblock (auch Kasemattenblock) bestand aus insgesamt drei Stockwerken, wobei das Kellergeschoss von der Grundfläche her kleiner war als die beiden darßberliegenden. Hier befanden sich ursprßnglich nur Vorratsräume, eine Zisterne, sowie die Gruft fßr die Gefallenen. Er weist nahezu geradlinig nach Norden und ist an seiner rechten Flanke mit dem Batterieblock verbunden.
Erdgeschoss
Im Erdgeschoss lag der Eingang der Poterne zur Nahkampfanlage. AuĂerdem fanden sich hier:
⢠1 à Abort
⢠2 à Mannschaftsräume
⢠1 à Akkumulatorenraum
⢠1 à Maschinenraum mit Notstromaggregat
⢠1 à Werkstatt
⢠1 à Kßche
⢠4 à Depoträume
⢠1 à Arztzimmer
⢠1 à Krankenstation mit acht Betten
⢠1 à Wachzimmer neben dem Eingang
AuĂerdem befanden sich hier der untere Teil des Kehlkoffers und in dem zur Felsseite liegenden Hauptgang zwei Stiegenhäuser zum Obergeschoss. Ein weiteres Stiegenhaus zum Obergeschoss lag vor dem Wachzimmer.
Obergeschoss
Im Obergeschoss befanden sich zwei Ausgänge auf das Werksverdeck sowie der Zugang zum gepanzerten Beobachtungsstand. Weiterhin:
⢠1 à Abort
⢠4 à Mannschaftsräume
⢠2 à Offiziersunterkßnfte
⢠1 à Kommandantenzimmer
⢠1 à Munitionsmagazin
⢠1 à Bereitschaftsraum
⢠1 à Telefonzentrale
Hier befanden sich auch der obere Teil des Kehlkoffers und â in dem zur Felsseite liegenden Hauptgang â zwei Stiegenhäuser zum Erdgeschoss. Ein weiteres Stiegenhaus zum Erdgeschoss lag vor dem Bereitschaftsraum. Hier war auch der Zugang zur Poterne, die zum Batterieblock fĂźhrte und nach dem Bau der Felspoterne aus dem Kellergeschoss in den Batterieblock aufgegeben wurde. Nach der zweiten Phase der BeschieĂung wurde dieses Stockwerk im September 1915 ebenfalls aufgegeben, der FuĂboden mit einer etwa 1 Meter starken Betonschicht aufgefĂźllt und so die Decke des Erdgeschosses erheblich verstärkt.
Contrescarpenkoffer
Der Contrescarpenkoffer (auch Grabenstreiche genannt) ist einstĂśckig und befindet sich in der äuĂeren Grabenwand an der Spitze des ausspringenden Winkels. Er ist auf den gewachsenen Fels aufgesetzt und nur frontseitig an diesen angebaut. Die Decke besteht aus Beton. Von der Decke fĂźhrt das Glacis in einer Linie mit dem Batteriedeck talwärts. Der Contrescarpenkoffer beherrschte den Graben in beide Richtungen. Er bestand aus:
⢠1 à Treppenhaus zur Poterne
⢠1 à Bereitschaftsraum
⢠1 à Abort
⢠2 à Scheinwerferständen fßr 21-cm-Scheinwerfer
⢠1 à Panzerkasematte fßr zwei Maschinengewehre und einen Leuchtpistolenstand
⢠2 à Geschßtzräumen fßr je zwei 6-cm-Kasemattkanonen
Nahkampfanlage
Die Nahkampfanlage befand sich am linken Kehlpunkt und war mit dem linken Ende des Kasemattblocks durch eine Betonpoterne verbunden. Sie deckte die Flanke zum Posten Vezzena und war ausgestattet mit:
⢠1 à gepanzerter Scheinwerferstand fßr Scheinwerfer 35 cm
⢠2 à Panzerkuppeln fßr je zwei Maschinengewehre
⢠1 à Munitionsraum
⢠1 à defensiblen Bereitschaftsraum
⢠1 à Abort
Die Nahkampfanlage wurde im Laufe der BeschieĂungen vĂśllig zerstĂśrt, die beiden Maschinengewehrkuppeln wurden herausgeschossen und lagen im Graben. Auch die Zugangspoterne wurde zweimal durchschlagen und durch den ständigen Beschuss gänzlich zerstĂśrt.
Kehlkoffer
Der Kehlkoffer war direkt an den Kasemattblock angebaut und diente zur Sicherung der RĂźckseite des Kasemattblocks und des Eingangs. Er zog sich Ăźber das Erdgeschoss und das Obergeschoss hin. Im unteren Teil verfĂźgte er Ăźber eine Panzerkasematte mit zwei Maschinengewehren zur Sicherung des Kehlgrabens, im oberen Teil lagen zwei Panzerkasematten mit je zwei Maschinengewehren zur Bestreichung des rĂźckwärtigen Geländes. Ăber dem Kehlkoffer befand sich ein drehbarer gepanzerter Beobachtungsstand, der ebenfalls mit einem Maschinengewehr bestĂźckt werden konnte.
Traditorenbatterie
Am sĂźdlichen, rechten Kehlpunkt, wo die Verbindung vom Kasematt- zum Batterieblock begann, war die Traditorenbatterie (kurz Traditor genannt, auch: Zwischenraumstreiche) an den Kasemattblock angebaut. Hier befanden sich die beiden 8-cm-Minimalschartenkanonen, die den Zwischenraum nach SĂźden zum Werk Lusern sicherten.
Werk Verle im Ersten Weltkrieg
Besatzung
Als normierte Kriegsbesatzung waren Detachements des k.k. LandesschĂźtzen-Regiments âTrientâ Nr. I, des Festungsartilleriebataillons Nr. 6 aus Trient und Chiesa di Lavarone eingeteilt; insgesamt drei Offiziere sowie 233 Unteroffiziere und Mannschaften. Da sich diese Einheiten jedoch bei Kriegsausbruch mit Italien alle an der Ostfront befanden,cite-ref-6[6] griff man zunächst auf alles zurĂźck, was gerade greifbar war. (Insgesamt standen fĂźr die gesamte Front nur die zweitklassigen Infanterie-Truppendivisionen Nr. 90â94, 49 Artilleriebatterien und geringe Kavalleriekräfte zur VerfĂźgung.)cite-ref-7[7]
Die Notbesatzung fĂźr alle Werke bestand zuerst aus der 2. Kompanie des Festungsartilleriebataillons Nr. 1 aus Tenna (Bataillonskommandant Oberstleutnant Ludwig Pengov) und der 1.â4. Kompanie des Festungsartilleriebataillons Nr. 8 aus Haidenschaft und Wippach (Bataillonskommandant Oberst Alfred Langer).cite-ref-8[8] Die infanteristische Verteidigung aller Werke lag bei einem gerade zur VerfĂźgung stehenden Marschbataillon des k.k. LandesschĂźtzen-Regiments Innichen Nr. III, wovon sich ein Detachement aus 50 Mann im Werk Verle befand.cite-ref-9[9]cite-ref-10[10] Nicht direkt zur Werksbesatzung, jedoch zur Nahverteidigung waren StandschĂźtzen der k.k.-StandschĂźtzen-Formation Folgaria-Sebastiano, Lavarone, Borgo und Lusern aufgeboten.cite-ref-11[11] Nach Norden hin zum Posten Vezzena schlossen sich dann eine Kompanie Tiroler LandesschĂźtzen, die OberĂśsterreichischen Freiwilligen JungschĂźtzen, StandschĂźtzen aus KitzbĂźhel, aus Schwaz, dem StandschĂźtzenbataillon Sterzing und dem StandschĂźtzenbataillon Meran I an. Nachdem im Herbst 1915 bereits alle GeschĂźtze bis auf eine Turmhaubitze und eine Minimalschartenkanone ausgebaut worden waren und auch wegen der im Winter abflauenden Kampftätigkeit, war die Besatzung bei Jahreswechsel 1915/16 bis auf ca. 50 Mann verringert worden. Das Artilleriekommando in den Werken lag beim Festungartilleriebataillon Nr. 6. (Wie alle einsatzfähigen Truppenverbände war auch das FstArtBaon Nr. 6 bei Kriegsbeginn zunächst an die Ostfront verlegt worden.) Festungskommandant war der Oberleutnant Julius Papak vom Festungsartilleriebataillon Nr. 5 aus Trient.cite-ref-12[12]
Kampfhandlungen
Verle wurde nach dem Kriegsbeginn bis hin zur Üsterreich-ungarischen Offensive im Juni 1916 in mehreren Phasen massiv mit schwerer Artillerie beschossen: wohl seit dem 24. Mai zwischen 4:00 und 5:00 Uhr von den 14,9-cm-Kanonen der Forts Monte Verena und Campolongo, spätestens seit dem 26. Mai 1915 auch mit schweren 28-cm-Haubitzen sowie 21-cm-Haubitzen, seit dem 15. August auch mit 30,5-cm-Kßstenhaubitzen der italienischen Marine.cite-ref-13[13]
Zeitpunkt der ersten BeschieĂung
Der exakte Zeitpunkt des Beginns der ersten BeschieĂung ist umstritten. Während Hentzschel in seinem Werk âFestungskriegâ diesen mit dem 26. Mai angibt, sprechen andere Quellen davon, dass das Forte Verena bereits am 24. Mai 1915 gefeuert habe.cite-ref-14[14] In der italienischen WP findet sich dazu unter âForte Verenaâ die Bemerkung:
âAlle ore 4 del 24 maggio 1915 dal Forte Verena partĂŹ il primo colpo di cannone da parte italiana della Grande Guerra che sancĂŹ l'entrata del Regno d'Italia nel primo conflitto mondiale.â
Trefferlage erste BeschieĂungsperiode
⢠26. Mai 1915: Durchschlag einer 28-cm-Granate durch den Vorpanzer des Geschßtzturms Nr. II. Zwei Tote und zwei Schwerverletzte.
⢠27. Mai 1915: 28-cm-Treffer auf Haubitzkuppel Nr. IV. Vier Verletzte.
⢠28. Mai 1915: 28-cm-Treffer auf den Vorpanzer von Geschßtzturm Nr. I. Turm lieà sich nicht mehr drehen.
⢠31. Mai 1915: Durchschlag in den Gang des Batterieblocks in HÜhe von Turm Nr. IV
⢠8. Juni 1915: Treffer auf den gepanzerten Scheinwerferstand der Nahkampfanlage
⢠17. Juni 1915: Zwei Durchschläge im Gang des Kasemattblocks
Trefferlage zweite BeschieĂungsperiode
⢠15. August 1915: Durchschlag einer 30,5-cm-Granate durch den Vorpanzer des Geschßtzturms Nr. III. Im Stahlring entstand ein Loch von 34 cm Durchmesser. Treffer auf dem drehbaren Beobachtungspanzerstand. Dieser wurde unbrauchbar. Durchschlag im Kasemattgang.
⢠16. August 1915: Durchschlag durch die Decke des Batterieblocks zwischen Geschßtzturm Nr. IV und dem gepanzerten Beobachtungsstand. Drei Schwerverletzte. Erneuter Durchschlag durch den Vorpanzer von Geschßtzturm Nr. III. Ein Gefallener, zwei Schwerverwundete. Geschßtz funktionsunfähig.
⢠19. August 1915: Durchschlag durch den Vorpanzer von Geschßtzturm Nr. II
⢠20. August 1915: Erneuter Durchschlag durch den Vorpanzer von Geschßtzturm Nr. II
⢠22. August 1915: Direkter Feldgeschßtztreffer auf die linke 8-cm-Kanone der Traditorenbatterie. Das Rohr wurde dadurch unbrauchbar.
⢠23. August 1915: 30,5-cm-Durchschlag durch die Decke des Batterieblocks zwischen dem Geschßtzturm Nr. II und Nr. III in den Bereitschaftsraum. Drei Gefallene und sechs Schwerverletzte. Durchschlag in die Poterne zur Nahkampfanlage.
⢠27. August 1915: Der frontseitige gepanzerte Maschinengewehrstand der Nahkampfanlage wurde durch einen 30,5-cm-Nahtreffer aus seiner Bettung gerissen und stßrzte in den Frontgraben. Durchschlag in den Gang des Kasemattenblocks.
⢠28. August 1915: Durchschlag durch die Decke ßber dem Bereitschaftsraum der Nahkampfanlage. Durchschlag durch den Zugangspanzer des zweiten gepanzerten Maschinengewehrstands der Nahkampfanlage. Dieser wurde ebenfalls herausgerissen und rutschte die BÜschung hinunter. Durchschlag im Gang des Kasemattblocks. Treffer am Notausgang des Batterieblocks.
⢠29. August 1915: Durchschlag durch die Gangdecke des Batterieblocks. Mehrere Gefallene und Schwerverletzte.
⢠31. August 1915: Durchschlag durch die Decke der Poterne zwischen Kasematt- und Batterieblock. Durchschlag in den Gang des Batterieblocks im Bereich des Geschßtzturms II.
⢠1. Septemberwoche 1915: Eine 30,5-cm-Granate traf auf den Spalt zwischen Panzerkuppel und Vorpanzer von GeschĂźtzturm Nr. IV. Die Granate drang durch und explodierte im Inneren des Panzerturms. Die Kuppel wurde in drei Teile zerrissen und herausgeschleudert. Die GeschĂźtzlafette wurde zerstĂśrt, das GeschĂźtzrohr jedoch unbeschädigt später auf dem Werksdeck aufgefunden. (AuĂer dieser einen wurde keine Panzerkuppel dieses Typs jemals zerstĂśrt. Spätere Untersuchungen ergaben einen Materialfehler im Guss.) Es waren keine Verluste zu beklagen.
⢠31. Oktober 1915: Durchschlag durch die Decke des Kasemattblocks in die Telefonzentrale
⢠Ein Durchschlag im Gang des Kasemattblocks. Das genaue Datum ist nicht mehr feststellbar.
Trefferbilanz
Vom 23. Mai 1915 bis zum 15. Mai 1916 (Beginn der Sßdtiroloffensive) wurden insgesamt 1710 Einschläge vom Kaliber 30,5 cm, 3125 vom Kaliber 28 cm und etwa 1200 vom Kaliber 21 cm gezählt.cite-ref-17[17] Die Trefferquote auf der Betoneindeckung lag bei etwa 60 %. Nicht in die Zählung aufgenommen wurden die Granaten vom Kaliber 14,9 cm und kleiner, die einerseits die Zugangswege abdeckten (Geschßtze der Forts) und andererseits die Feldkanonen, die im direkten Beschuss die Geschßtz- und Maschinengewehrscharten unter Feuer nahmen.
⢠1872 schwere Einschläge gingen auf die Betondecke
⢠55 schwere Einschläge trafen die Stahlpanzerung
⢠28 Treffer lagen auf den Kuppeln (kein Durchschlag) und den Vorpanzern
⢠Der Vorpanzer von Geschßtzturm Nr. II wurde dreimal durchschlagen
⢠Der Vorpanzer von Geschßtzturm Nr. III wurde zweimal durchschlagen
⢠Die Betondecke wurde 16 Mal durchschlagen (12 à die Decke ßber dem Gang, 3 à die Decke ßber den Bereitschaftsräumen, 1 à die Decke ßber der Telefonzentrale).
Das Werk wurde jetzt geräumt, die Geschßtze ausgebaut und in Feldstellungen verbracht.
Infanterieangriffe
⢠30. Mai 1915: Angriff durch das Alpinibataillon âBassanoâ. Dieser konnte abgewiesen werden.
⢠24. August 1915: Vergeblicher Angriff durch Teile der Infanteriebrigade âIvreaâ
Ausbau der GeschĂźtze
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Eindeckung des Werkes gerade eben noch den 28-cm-Granaten, jedoch nicht mehr den 442 kg schweren 30,5-cm-Granaten widerstehen konnte, begann man am 24. August 1915 mit dem Ausbau der kostbaren GeschĂźtze, um diese in verteilten Feldstellungen zu positionieren. Als erstes wurde das GeschĂźtz des Turmes Nr. II ausgebaut und hinter dem Werk an der Malga Cima di Verle aufgestellt (die sog. Halbbatterie Malga di Cima Verle). Das zweite noch verwendbare GeschĂźtz (aus dem Turm Nr. I) wurde ebenfalls ausgebaut und am 1. September in der Nähe von GeschĂźtz Nr. II aufgestellt. Ende des Monats waren sie feuerbereit. Bis zum Ende Oktober waren fĂźr die beiden beschädigten GeschĂźtze Nr. III und Nr. IV die Ersatzteile (Nr. III Rohr, Nr. IVâLafette) eingetroffen. Diese wurden in eine Feuerstellung auf 1558 m hinter dem Costa alta (Halbbatterie Costa alta Nord) aufgestellt. Die durch in den Graben gestĂźrzten Schutt nutzlos gewordenen 6-cm-Kanonen der Grabenstreichecite-ref-18[18] erhielten eine neue Stellung nahe dem InfanteriestĂźtzpunkt Basson, ca. 1,2 km sĂźdĂśstlich von Verle und waren Ende September einsatzbereit. Die durch einen Treffer auf das Rohr zeitweilig unbrauchbar gewordene 8-cm-Kanone aus dem Traditor erhielt einen neuen Platz beim InfanteriestĂźtzpunkt Nr. 50 nĂśrdlich des Werkes nahe dem Posten Vezzena. Nachdem im Dezember ein Ersatzrohr eingetroffen war, war auch dieses GeschĂźtz wieder verwendungsfähig. Somit befanden sich im Werk nur noch die rechte 8-cm-Minimalschartenkanone und einige Maschinengewehre. In diesem Zustand blieb es jedoch weiterhin besetzt, wenn auch die Besatzung stark verringert wurde.
Bauliche Verstärkungen
Nach dem 25. Juli flaute der Beschuss zunächst ab. In dieser Zeit konnten die GeschĂźtzkuppeln repariert und wieder einsatzfähig gemacht werden. Bereits während der Feuerpausen und des Nachts waren die Einschlagtrichter immer wieder mit schnell abbindendem Beton aufgefĂźllt worden. Jetzt verstärkte man die Werkdecke zusätzlich von auĂen durch eine einen Meter starke Zerschellerschicht aus Schottersteinen in DrahtkĂśrben (Gabione). Die Ringräume in den GeschĂźtzbrunnen der Turmhaubitzen wurden ausbetoniert und so versucht, die zu schwachen Vorpanzer zu verstärken. Da es nicht mĂśglich war, unter Feindeinsicht die nunmehr äuĂerst dringend gewordenen Sicherungen der Werksdecken im Freien auszufĂźhren, ging man dazu Ăźber, dies im Inneren zu bewerkstelligen. Es begannen umfangreiche VerstärkungsmaĂnahmen, indem man die Decken im Batterieblock von unten her durch das Einziehen dicht an dicht gesetzter 30-cm-I-Träger sowie das fortgesetzte Verstärken mit Hilfe von Beton sicherer zu machen glaubte. Das fĂźhrte so weit, dass an manchen Stellen die lichte HĂśhe der Gangdecken im Batteriedeck von 2,60 auf 1,70 Meter absank. Im Kasemattblock wurden auf die FuĂbĂśden der Kasematten im oberen Stockwerk, in denen sich niemand mehr aufhalten konnte, eine einen Meter hohe Betonschicht aufgebracht. Nachdem die Poterne vom Kasemattblock zum Batterieblock zusammengeschossen worden war, trieb man einen neuen Gang durch den gewachsenen Fels vom Keller des Kasemattblocks bis zur fixen Beobachtungskuppel im Batterieblock. Der geplante 150 m lange Materialstollen von der Kehle nach rĂźckwärts, der die Personalverluste auf der unter ständigem Feuer der GeschĂźtze von Monte Verena und Monte Campolongo liegenden WerkstraĂe unterbinden sollte, wurde zwar von beiden Seiten begonnen, jedoch nicht mehr fertiggestellt. Geplant war, die beiden Haubitzen der Stellung Costa alta mit GeschĂźtzpanzerkuppeln des modernen Typs M14 des nicht mehr fertiggestellten Werks Valmorbia auszustatten. Nachdem man bereits mit dem Transport der Vorpanzer begonnen hatte, musste das Unterfangen wegen der zu diesem Zeitpunkt nicht zu Ăźberwindenden technischen Schwierigkeiten aufgegeben werden.
Letzter Einsatz
Bei Beginn der Offensive im Jahre 1916 war die Haubitze von Turm Nr. I wieder eingebaut worden, Dazu kamen zwei 9-cm-Minenwerfer (einer davon im GeschĂźtzbrunnen von Turm Nr. IV, der durch die herausgeschleuderte Panzerkuppel jetzt nach oben offen war) und das verbliebene 8-cm-TraditorengeschĂźtz. Diese GeschĂźtze feuerten vor Beginn der Offensive auf die italienischen Stellungen.
Nachdem sich die Front dauerhaft in Richtung SĂźden verschoben hatte, wurden umfangreiche InstandsetzungsmaĂnahmen durchgefĂźhrt. Die PanzertĂźrme Nr. I, II und III wurden wieder einsatzfähig gemacht, Ăźber den GeschĂźtzbrunnen Nr. IV wurde eine Scheinkuppel aus Beton gebaut. Es kam hier jedoch zu keinen Kampfhandlungen mehr.
Munitionsverbrauch
Bis zu dem Zeitpunkt im Mai 1916, als das Werk nicht mehr im unmittelbaren Frontbereich lag, hatte es an Artilleriemunition verfeuert:
⢠12.927 Schuss 100 mm der Turmhaubitzen
⢠6.541 Schuss 80 mm der Traditorenbatterie
Personalverluste
Im Fort fielen während der Kampfhandlungen 13 Soldaten. Wie viele der weggebrachten Schwerverletzten noch verstarben, ist nicht bekannt.
Die Affäre Giebermann
Nachdem bereits am ersten Tag der BeschieĂung eine 28-cm-Granate den Vorpanzer von Turm II durchschlagen und dies zwei Gefallene gefordert hatte, sah sich der als labil beschriebene Werkskommandant Oberleutnant Alfred Giebermann veranlasst (Giebermann saĂ während der BeschieĂung die meiste Zeit apathisch im Kellergeschoss oder Kehlkoffer), wegen Unhaltbarkeit des Werkes am 26. Mai gegen 20:00 Uhr beim Sperrkommandanten Major Jelinek die Räumung zu beantragen (den diesbezĂźglichen Vorhaltungen der Ăźbrigen Offiziere schenkte er keine Beachtung). Bisher war lediglich die Haubitze Nr. II ausgefallen, sonst hatte es noch keinen weiteren Durchschlag gegeben. Der Sperrkommandant erteilte die Genehmigung, ohne dass die Lage geprĂźft wurde. Gegen 22:00 Uhr gab Giebermann bekannt, dass die Anlage geräumt wĂźrde. Es sollten lediglich 42 Freiwillige zur Nahverteidigung im Werk bleiben, der Rest in die etwa 700 Meter rĂźckwärts gelegene Kaserne abrĂźcken. Die Fähnriche Weber und KnĂśpfmacher meldeten sich daraufhin freiwillig und blieben mit weiteren 40 (oder 42?) Mann zur Nahverteidigung zurĂźck.cite-ref-referencea-19-0[19]
Am 27. Mai gegen 18:00 Uhr (nachdem der Oberleutnant Giebermann sich auĂerstande gesehen hatte, weitere Befehle zu geben) kehrte der Leutnant Papak aus eigenem Entschluss in das Werk zurĂźck und Ăźbernahm dort das Kommando. Zwischen dem 28. und dem 30. Mai war das Werk Verle wieder voll besetzt und so weit einsatzbereit. Er wurde anschlieĂend mit der provisorischen FĂźhrung betraut und ab August 1915 auch offiziell zum Werkskommandanten ernannt. Die Italiener hatten von dem Vorfall nichts bemerkt.cite-ref-referencea-19-1[19]
Da der Oberleutnant Giebermann sich weigerte, wieder mit einzurĂźcken, (ob er daraufhin zunächst verhaftet wurde, wie gelegentlich angegeben, ist nicht sicher belegt) wurde er stattdessen zunächst krankgeschrieben âda er nicht mehr Herr seiner Sinne gewesen seiâ und in ein Militärspital nach Trient verlegt. Er wurde nicht von einem Kriegsgericht angeklagt, da ihm ein sachverständiger Arzt eine vorĂźbergehende Unzurechnungsfähigkeit bescheinigte. Mehr oder weniger irrtĂźmlich erhielt er auf Vorschlag des Major Jelinek das Militärverdienstkreuz III. Klasse verliehen und wurde nach seiner Genesung zur MĂśrserbatterie 14 an die Ostfront versetzt. Bei Kriegsende war er Batteriekommandant.cite-ref-20[20] Nachdem die Auszeichnung Giebermanns bei den Offizieren der Sperre bekanntgeworden war und fĂźr erhebliche Unruhe gesorgt hatte, erhielt auch der Leutnant Papak das Militärverdienstkreuz III. Klasse und die Fähnriche Weber und KnĂśpfmacher die bronzene Tapferkeitsmedaille â KnĂśpfmacher wurde letztendlich ebenfalls mit dem Militärverdienstkreuz III. Klasse ausgezeichnet.
Heutiger Zustand
Nachdem das Werk bereits während der Kampfhandlungen schwer beschädigt worden war, ging man in der Mussolini-Ăra, bedingt durch das Stahlembargo gegen Italien anlässlich des Krieges in Abessinien daran, die Stahlbewehrung aus dem Beton zu entfernen. Durch die dazu notwendigen Sprengungen ist das Bauwerk heute vĂśllig ruinĂśs und dem Verfall preisgegeben. Das Betreten ist verboten.
Literarische Umsetzung
Der Schriftsteller Fritz Weber war als Fähnrich im Fort stationiert und schilderte 17 Jahre später in seinem Buch Granaten und Lawinen (1932) seine Erlebnisse, die Kämpfe um das Werk Verle sowie das Leiden der Fortbesatzung eindringlich. 1937 erschien unter dem Namen des Schriftstellers und Schauspielers Luis Trenker, der gleichfalls im Werk Verle stationiert war, der autobiographische Roman Sperrfort Rocca Altacite-ref-21[21] in dem die Kämpfe und Geschehnisse um das Fort ebenfalls beschrieben werden. Trenker hat seine Erinnerungen in einer Fernsehaufnahme (undatiert, etwa Mitte der Sechziger) nacherzählt.cite-ref-22[22]
Literatur (nach Relevanz)
⢠Rolf Hentzschel: Ăsterreichische Gebirgsfestungen im Ersten Weltkrieg. Athesia, Bozen 1999, ISBN 88-8266-019-2.
⢠Rolf Hentzschel: Festungskrieg im Hochgebirge. Athesia, Bozen 2008, ISBN 978-88-8266-516-6.
⢠Erwin Anton Grestenberger: K.u.k. Befestigungsanlagen in Tirol und Kärnten 1860â1918. Verlag Ăsterreich, Wien 2000, ISBN 3-7046-1558-7.
⢠Rolf Hentzschel: Werk Verle und Sperrfort Rocca Alta â Fakten, HintergrĂźnde und Legenden. In: Sperrfort Verle. Autobiografischer Roman Ăźber die Alpenfront im Ersten Weltkrieg. morisel, MĂźnchen 2014, ISBN 978-3-943915-11-2.
⢠Robert Striffler: Von Fort Maso bis Porta Manazzo. Buchdienst Sßdtirol Kienesberger, Nßrnberg 2004, ISBN 3-923995-24-5.
⢠Walther Schaumann: Schauplätze des Gebirgskrieges in 5 Bänden. Ghedina & Tassotti Editori, Cortina 1973.
⢠Heinz von Lichem: Krieg in den Alpen 1915â1918. Weltbild Verlag, Augsburg 1992, ISBN 3-89350-545-8.
⢠Heinz von Lichem: Mit SpielhahnstoĂ und EdelweiĂ â Die Geschichte der KaiserschĂźtzen. ISBN 3-7020-0260-X.
⢠Heinz von Lichem: Die Dolomitenfront von Trient bis zum Kreuzbergsattel. 1997, ISBN 88-7014-236-1.
⢠Wolfgang Joly: Standschßtzen Universitätsverlag, Innsbruck 1998, ISBN 3-7030-0310-3.
⢠C.H. Baer: Die Kämpfe um Tirol und Kärnten â Elfter Band. Verlag Hoffmann, Stuttgart 1917.
⢠Rest-Ortner-Ilmig: Des Kaisers Rock im 1. Weltkrieg. ISBN 3-9501642-0-0.
⢠Fritz Weber: Granaten und Lawinen. Leipzig / Wien / Berlin 1932, DNB 363018530 (auch enthalten in: Fritz Weber: Das Ende einer Armee. 1933. und Fritz Weber: Das Ende der alten Armee. Bergland-Buch, Salzburg / Stuttgart 1959, S. 9â116.).
⢠Luis Trenker: Sperrfort Rocca Alta. Der Heldenkampf eines Panzerwerks. Knaur, Berlin 1937. Weitere Auflagen Knaur, Berlin 1938, 1949, 1941; Berg, Mßnchen 1977, 1983; Europäische Bildungsgemeinschaft u. a., Stuttgart 1978. (Die Nachkriegsausgaben zeigen erhebliche Unterschiede zu den älteren Ausgaben.)
⢠Kompass Wanderkarte Nr. 78 FolgarĂa â Lavarone. ISBN 3-87051-103-6.
Weblinks
Commons
: Werk Verle
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Forte Busa Verle Fortificazione Austro-Ungarica della Grande Guerra (m 1554)
Anmerkungen
cite-note-22. â in der k.u.k. Armee gab es die Dienstgradgruppe der Unteroffiziere nicht, sie wurden zu den Mannschaften gezählt
cite-note-33. â Je hĂśher das Ziel Ăźber dem Standort des feuernden GeschĂźtzes liegt, desto weiter rĂźckt es zielerfassungsmäĂig von diesem ab. Die maximale Schussweite ist nur anwendbar, wenn das Ziel auf gleicher HĂśhe Ăźber NN wie das GeschĂźtz liegt.
cite-note-44. â 6°Reggimento alpini â Fatti d'arme e Decorazioni alla Bandiera
cite-note-55. â Die Erkenntnis, dass locker hängender Stacheldraht ein grĂśĂeres Hindernis darstellt als straff gespannter, kam erst später.
cite-note-66. â Das LandesschĂźtzenregiment I kämpfte noch vom 9. bis 15. Mai 1915 im Gefecht bei Smerek, bei Krywe, Sokolowa wola, Zasadki, Sudkowice und Laszki Zawiadzane und traf erst am 12. Juni in Tirol ein â siehe ebenda
cite-note-77. â Rest-Ortner-Ilmig S. 12.
cite-note-88. â Kriegsgliederung fĂźr das FrĂźhjahr 1915 in: âĂsterreich-Ungarns letzter Kriegâ Band II Beilage 14. Die vorgesehene Besatzung befand sich noch an der Ostfront, man nahm daher zunächst alles was irgendwie greifbar war.
cite-note-99. â Lichem: âDie Geschichte der KaiserschĂźtzenâ S. 208.
cite-note-1010. â Es standen zwar Kräfte der normierten Besatzung zur VerfĂźgung wahrscheinlich jedoch nicht in voller Stärke, die Zuteilung von anderen Einheiten läĂt darauf schlieĂen
cite-note-1111. â Wolfgang Joly âStandschĂźtzenâ S. 520.
cite-note-1212. â Hentzschel S. 38.
cite-note-1313. â Hentzschel, S. 88â94 u. 150 f.; Striffler: Von Fort Maso bis Porta Manazzo. S. 294 und S. 326; NuĂstein Dolomiten S. 80 mit Verweis auf Unterlagen im Kriegsarchiv Wien, 1937 zusammengestellt von Rudolf Schneider, Hauptmann im Geniestab und später Feldmarschalleutnant.
cite-note-1414. â Striffler S. 326
cite-note-1515. â http://www.fortificazioni.net/VICENZA/VERENA.html Forte Verena
cite-note-1616. â Ob dieser erste Schuss dem direkt gegenĂźberliegenden Verle galt, oder womĂśglich dem eher unwichtigen Posten Vezzena, dem Werk Lusern (das ohnehin im direkten Feuerbereich des Forts Campolongo lag) oder den nahezu leeren Ăśsterreichisch-ungarischen SchĂźtzengräben (im Gegensatz zum italienischen Oberbefehlshaber Cadorna wusste man in den italienischen Frontabschnitten sehr genau Ăźber die nicht vorhandene Präsenz der k.u.k.-Infanterie Bescheid) ist noch nicht abschlieĂend geklärt.
cite-note-1717. â WomĂśglich handelte es sich bei diesen GeschĂźtzen um Krupp-MĂśrser 21 cm M10, die in den Jahren 1911/12 an (den damaligen BĂźndnispartner) Italien geliefert worden waren. Die Aussagen dazu sind widersprĂźchlich.
cite-note-1818. â Der Schutt verdeckte die AusschussĂśffnungen der GeschĂźtze
cite-note-referencea-1919. â Hentzschel: Festungskrieg. S. 94 f., 129 f. u. 150.
cite-note-2020. â Hentzschel: Festungskrieg. S. 129 f.
cite-note-2121. â Später stritten sich Weber und Trenker, wer der tatsächliche Autor von Sperrfort Rocca Alta war, siehe Christa Hämmerle: Vor vierzig Monaten waren wir Soldaten, vor einem halben Jahr noch Männer ⌠Zum historischen Kontext einer Krise der Männlichkeit in Ăsterreich. In: L'Homme. 79, 2, 2008, S. 67.
cite-note-2222. â Bayerischer Rundfunk: Themenabend "Erster Weltkrieg": Die Fernsehtruhe: Luis Trenker erzählt. 9. Januar 2017, abgerufen am 31. Dezember 2025 (Dort derzeit nicht abrufbar; die Aufnahme ist bei Youtube zu finden, Titel "Luis Trenker erzählt vom Ersten Weltkrieg I").
45.96472222222211.3325coordinatesKoordinaten: 45° 57Ⲡ53ⳠN, 11° 19Ⲡ57ⳠO